Deine Stimme gegen Armut

Autorenarchiv

Zur Sterbesituation in Deutschland

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Die meisten Menschen Deutschlands sterben in Krankenhäusern (ca. 50%) oder Altenpflege-Einrichtungen (ca. 40%). Nur 10% der Menschen sterben zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung.

In der ambulanten Palliativversorgung hat man grosse Fortschritte gemacht. Dank ganzheitlicher Konzepte orientiert sie sich an den Bedürfnissen des Schwerstkranken und Sterbenden nach Einbeziehung der Familie, Schmerzfreiheit und offener Kommunikation.

Sich ambulant engagierende Hospiz-Gruppen und Fachpflegedienste erleichtern inzwischen den Menschen das Sterben in deren häuslichen Umwelt weit umfassender als dies vor wenigen Jahrzehnten möglich war.

Denoch verbringen die meisten Menschen ihre letzten Lebensstage nicht in ihren eigenen vier Wänden, obwohl sich dies 90% aller Betroffenen wünschen. Der Trend der Verstädterung, kleinerer Familien und der demographischen Entwicklung lassen davon ausgehen, dass sich dies so rasch nicht ändern wird.

Allein vor dieser Situation stellt sich die Frage nach der erreichten Versorgungsqualität in den Krankenhäusern.

Wie steht es dort um die Versorgung der sterbenden Patienten?

Genossenschaften führen die Interessen vieler zusammen.

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Das genossenschaftlich organisierte Handeln bietet sich an, um die Interessen vieler bei einer Projekt-Finanzierung oder beim Geschäftsbetrieb zusammenzuführen. Das demokratische Wirtschaftsprinzip der Genossenschaft ist als förderungswürdiges Staatsziel in zahlreichen Bundesländern aufgeführt.

Netzwerke verhindern Insellösungen.

Im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft existieren tradierte Betätigungsfelder von Genossenschaften (Einkauf, Handel, Wohnungswirtschaft). Die für die gegenwärtigen Anforderungen (etwa nach Zusammenführung der Systembeteiligten, integrierter Zusammenarbeit) zeitgemäßen Lösungen existieren in der Praxis — wenn überhaupt — als unverbundene Insellösungen. Diesen Beitrag weiterlesen »